
Der Störfaktor
Was ist dieser Faktor?
Der die Wege unwegsam macht?
An dem man sich stößt, ihn umgehen will?
Was macht ihn zum störenden Faktor?
Eine unbeugsame Kraft,
die sich permanent in den Weg stellt.
Die lästig wie eine Stechmücke um einen herschwirrt.
Die summt, leise, doch eminent und schrill.
Der Faktor macht wütend,
weil er stört den Fluss.
Den Fluss des Wegschauens, des Leugnens.
Er ist verteufelt.
Der Teufel, der bedrohlich über einem steht,
der einen durch Bedrohung zur Weißglut bringt,
eine Bedrohung der dritten Art?
Oder eventuell der ersten, des Ursprungs,
des ersten Sprungs in der Seele?
Des Ursprung des Seins,
des Sich-Seins, des Urmeers, indem man schwingt.
Der Wahrheit, der man nicht ins Auge sehen will.
Gewandet in Schwäche und Schuld.
Der Störfaktor,
ich bin es, und gebe mich gerne.
Ich bin freundlich und voller Liebe,
doch ihr wollt mich zerstören.
Aber ich teile mich,
bei jeder versuchten Zerstörung werde ich stärker.
Ich gebäre Ableger, die immer lästiger werden.
Nehmt mich an, seht mich, und ich bringe euch die schönsten Gaben.
Schaut dem Teufel in die Augen,
traut euch und ihr werdet das Licht darin erkennen.
Nichts was euch bedroht außer ihr selbst.
Ich sehe euch.
Liebt mich und ihr seid erlöt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen